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Alltag eines Coaches, nicht nur in Corona-Zeiten

 

Alltag eines Coaches, nicht nur in Corona-Zeiten

 

 

 

Corona in der Praxis: kein einziger Kunde. Privat sieht das ganz anders aus.

 

 

 

Das Telefon klingelt oft. Die Inhalte sind sich immer ähnlich.

 

 

 

„Ich weiß einfach nicht was ich tun kann.“

 

 

 

Ein Beispiel dafür, was Coaching ist, was es leistet, was es kann:

 

 

 

Bewusstsein für eine Situation schaffen:

 

 

 

„Die Situation ist so ungewöhnlich, ich weiß einfach nicht was ich tun kann.“

 

 

 

So fasst es eine Bekannte zusammen. Sie weint bitterlich, macht sich mit einer Schimpftirade auf Politiker, Gesundheitssystem und alle Versager dieser Welt Luft. Es tut immer gut, mit dir zu reden.... das sagt sie, als sie das Telefonat beendet.

 

 

 

Aha. Und ich weiß, sie hat aufgelegt, weil ich sie darauf hingewiesen habe, dass Coaching hilfreich ist. Gerade in Situationen, die für uns nicht überschaubar sind. Sie hat aufgelegt, weil ich ihr gesagt habe, komm in meine Praxis und wir sehen uns alles einmal genau an. Sie hat aufgelegt, weil sie kein Geld für „einen Ratschlag“ bezahlen will und gehofft hat, dass sie ihn kostenfrei, mal eben so, eine Generallösung für alle Probleme des Lebens am Telefon erhält.

 

 

 

Das fühlt sich an, als würde ich einen Chirurgen bitten, einen Gehirntumor per Videochat zu entfernen, als würde ich von den Abfallentsorgern erwarten, dass sie den Abfall direkt von meinem Tisch per Universum-Staubsauger abholen, als würden wir erwarten, dass unsere Elektrogeräte mitten auf der Wiese funktionieren und ihren Strom einfach aus der Luft saugen. Wenn ich mich im Krankenhaus keiner Operation unterziehe, werde ich den Tumor behalten. Wenn ich den Müll nicht sammele, sortiere und am richtigen Tag an die Straße stelle, wird er genau dort liegenbleiben, wo ich ihn fallen lasse. Wenn ich nicht in der Nähe von Stromleitungen und Steckdosen bin, werde ich keinen Strom beziehen können. Beziehen – ich muss all diese Dienstleistungen bezahlen. Das ist für mich selbstverständlich. Krankenkasse, Abfallgebühren und Stromkosten sind nur einige Beispiele.

 

 

 

Was auch immer ich konsumiere, ich muss es bezahlen. Nur beim Coaching nicht?